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Deutsch-französischer Verein Germering e.V. Rückblick auf Veranstaltungen des Jahres 2007 |
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Auf dieser Seite finden Sie den Volltext der Rückblicke auf lokale Veranstaltungen des Deutsch-französischen Vereins Germering im Jahr 2007. Ein Auswahlmenü dazu finden Sie unter Rückblick auf Veranstaltungen.
Zu bereits durchgeführten Reisen und Ausflügen siehe Rückblick auf Reisen / Ausflüge.
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Rückblicke 2007 |
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Freitag, 7. Dez. 2007, 19:00 Uhr, Hotel Mayer, Germering Jahresabschlussfeier 2007 des DFVG Auch in diesem Jahr veranstaltete der DFVG wieder eine Jahresabschlussfeier, die diesmal im Hotel Mayer in Germering statt fand. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Konrad Höhn, Vorsitzender des DFVG, die anwesenden Gäste, unter ihnen einige Stadträte, und ließ noch einmal einige Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Danach wurde ein dreigängiges Menu serviert. Zur Auswahl standen a) Piccata von der Putenbrust in Käse-Ei-Hülle auf Tomatenspaghetti mit Blattsalat, b) Pochiertes Goldbarschfilet in leichter Dill-Senfssauce, Butterkartoffeln und gemischten Salat oder c) Mariniertes Holzfällersteak mit Röstzwiebeln, Bratkartoffeln und gemischten Salat, eingerahmt von einer Grießnockerlsuppe als Vorspeise und Amarettomousse mit frischen Früchten als Dessert. Soweit man hören konnte, waren die Gäste mit dem vom Hotel Mayer angebotenen Speisen sehr zufrieden. Vor dem Hauptgang trug Ernst Plein, 2. Vorsitzender des DFVG, noch eine unterhaltsame, zum Schmunzeln und Lachen anregende Geschichte vor, die von der Mehrfachnutzbarkeit von Lametta und Sauerkraut handelte. Für das Comité de Jumelage in unserer Partnerstadt Domont hatte Gisela Stromeier eine wunderbare Weihnachts- und Neujahrskarte vorbereitet, auf der dann alle Besucher unterschrieben. Fleißig unterwegs war auch unser Fotograf Jürgen Stromeier. Viele Fotos hat er an diesem Abend geschossen, eine Auswahl davon finden Sie in unserem Bildarchiv. Man darf wirklich sagen, dass es ein gelungener Jahresausklang für den DFVG war, auch wenn wir diesmal auf Musikbegleitung verzichtet haben. Im Mittelpunkt stand einfach wieder das gesellige Beisammensein. |
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Montag, 19. November 2007, 20:00 Uhr, Stadthalle Germering, Nachtasyl „Die Französischstunde – so einfach wie noch nie“ Kabarett von und mit Étienne Gillig Eine amüsante Französischstunde Am Montag, den 19.November 2007 veranstaltete der DFVG im ausverkauften Nachtasyl der Stadthalle unter dem Motto „Französisch ist einfachisch“ mit dem „Lehrer“ Étienne Gillig eine Französischstunde besonderer Art. In dieser Stunde bewies der Kabarettist Étienne Gillig, dass man die Grundlagen der französischen Sprache in nur einer Stunde, auch ohne Vorkenntnisse, erlernen kann.
Auch kam die Geschichte nicht zu kurz. Von der deutsch-französischen Freundschaft ging es über die Geschichte der beiden Nationalhymnen hin zu Napoleons Ausspruch „Bon pour Nickel“ (Nickel war der Name des Pferdes von Napoleon), das zur Entstehung des Wortes „Pumpernickel“ geführt hat. Viele weitere Informationen bereiteten einen kurzweiligen Abend. Étienne Gillig verstand es vorzüglich, sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der beiden Sprachen zu verdeutlichen; spaßig wurden missverständliche Übersetzungen aufs Korn genommen. Als Beispiele hierfür wurden „Rendezvous“, was im Französischem nur „Termin“ bedeutet oder „salope“ was im Nachbarland soviel wie „nuttig“ heißt, aufgezählt. Mit viel Applaus wurde Étienne Gillig verabschiedet. |
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Freitag, 19. Oktober 2007, 20:00 Uhr, Stadthalle Germering Die Bedeutung Frankreichs im Leben und Werk Goethes Vortrag von Dolf Schwarz Kultur, Kanonen und Champagner, so betitelte Dolf Schwarz seinen Vortrag über das Verhältnis von Johann Wolfgang von Goethe zu Frankreich und zur französischen Sprache. Herr Schwarz erläuterte auch sofort diesen Titel: Goethe war natürlich an der französischen Kultur sehr stark interessiert. Er musste mit seinem Herzog an den Kämpfen im Zuge der Revolution teilnehmen und liebte Champagner, was er auch in seinem „Faust" im Auerbachs Keller dokumentierte. Goethe wuchs mit der französischen Sprache auf, sie „sei ihm wie eine zweite Muttersprache" geworden. Vier Jahre lebte ein französischer Offizier im Elternhaus Goethes. Mit seiner Schwester kommunizierte Goethe in französischer Sprache. Französisch hatte den Status einer internationalen Verkehrssprache, vom Großbürgertum aufwärts verstand es jeder. Goethe lebte von 1749 -1832, in einer Zeit, in der drei Ereignisse von epochaler Bedeutung von Frankreich ausgingen: Die Aufklärung, die Französische Revolution und drittens Napoleon und seine europäische Expansions- und Ordnungspolitik. Die Aufklärung, von den Franzosen „époque des lumières" genannt, fand auch im deutschen Sprachraum große Beachtung. Goethe kam während seiner Studienzeit mit den Schriften von Jean-Jacques Rousseau in Berührung, was seinen Niederschlag in seinem „Werther" und „Wilhelm Meister" fand. In Weimar kamen Theaterstücke von Voltaire und Diderot zur Aufführung. Denis Diderot veröffentlichte eine 28-bändige Enzyklopädie in allgemein verständlicher Sprache. Es war Kultur für breite Schichten als Gedankengut der französischen Aufklärung. Bildung war nicht mehr der Elite vorbehalten. Die Französische Revolution von 1789 hat Goethe erschüttert und sein Leben lang beschäftigt. Die Revolution war seinem naturwissenschaftlichen Denken völlig konträr, er war ein Anhänger der Evolution, er sagte, dass bei keiner Revolution die Extreme zu vermeiden seien. Er schreibt: „Es ist wahr, ich konnte kein Freund der Revolution sein". Zu dieser Zeit ist ihm auch Weimar zu eng geworden. Man muss sich vorstellen, dass Weimar 6.000 Einwohner hatte und das ganze Herzogtum nur halb so groß war wie unser Landkreis. Goethe reiste für ein Jahr nach Italien um sich neu zu bestimmen. Nach seiner Rückkehr 1790 ist die Revolution Mode geworden in Weimar, Schiller wollte nach Paris gehen, Clubs wurden gegründet zur Verbreitung der revolutionären Ideen. 1792 verbünden sich Preußen und Österreich gegen Frankreich, um den französischen König zu befreien. Herzog Karl August von Weimar wurde Anführer eines preußischen Regiments und sein Minister Goethe wurde auch zur Teilnahme verpflichtet, denn „Frankreich sollte in einen Aschenhaufen verwandelt werden". Widerwillig reiste Goethe nach und stieß in der Nähe von Verdun zum Heer. Dabei machte Goethe leidvolle und schwierige Erfahrungen mit Frankreich. Es wurde ein Feldzug mit Regen, Morast, Nahrungsmangel und Ruhr. Goethe schrieb in Briefen, „dass ihn ein böser Traum gefangen hielt". Ein Wendepunkt war die Kanonade von Valmy, ein Artillerieduell mit dem Rückzug der Alliierten. Goethe schreibt: „Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen". Die neue Macht konnte nicht in die Schranken gewiesen werden, die Franzosen besetzten Frankfurt und Mainz. Goethe schreibt in seinem Buch „Kampagne in Frankreich", dass der Krieg die Erbkrankheit der Welt sei. Nie werden die Franzosen jedoch - wie in späterer Zeit - von Goethe als Feinde beschrieben, er schilderte sie mit Sympathie. Es wird ihm später verübelt, dass er in seiner Berichterstattung so wenig nationales Gefühl zeigte. Das dritte epochale Ereignis ist Napoleon Bonaparte. Napoleon ist für Goethe der Überwinder der Revolution und der Wiederhersteller der Ordnung, auch durch das neue Gesetzbuch, dem „Code Napoleon". 1808 berief Napoleon die deutschen Fürsten nach Erfurt. Goethe, der als Minister mit seinem Herzog in Erfurt dabei war, erhielt eine Audienz bei Napoleon. Napoleon unterhielt sich mit Goethe über die Poesie. Napoleon verlieh Goethe den höchsten französischen Orden, das Kreuz der Ehrenlegion. Goethe reagierte auf die Schmähungen und die Verteufelung Napoleons mit einem Gedicht. Frankreich kam zu ihm nach Weimar, französische Schriftsteller und Journalisten besuchten ihn. Madame de Stael schrieb das Buch „De l'Allemagne“, das lange Zeit das Deutschlandbild der Franzosen bestimmte. Goethe schrieb ihr: „Mit Ihrem Buch haben Sie in die chinesische Mauer der Vorurteile eine Bresche geschlagen". Dem im 19. Jh. immer stärker werdenden Nationalismus stellte Goethe den Begriff „Weltliteratur" entgegen. Französischer Geist und Esprit und deutsche Gründlichkeit könnten sich ergänzen. Französische Musiker, wie z.B. Charles Gounod mit der Oper „Faust" machten Goethe im Nachbarland bekannt. Deutsche Kultur wurde erst durch Goethe in Frankreich wahrgenommen. Goethe wurde zum Brückenbauer und Vermittler unserer beiden Völker. Die deutsche Sprache war für gebildete Franzosen „La langue de Goethe“. Goethe war mutig und hellsichtig, er hatte keine Abneigung oder Vorurteile gegen Frankreich. Er war der Meinung, dass Frankreich und Deutschland zusammen „eine neue Gestalt von Europa zum Ziel haben werden“. MK. |
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13. Juli 2007 und 14. Juli 2007 Internationales Fest – Begegnung der Kulturen und Einzug der Vereine ins Volksfestzelt Vieles sollte neu sein, nicht nur der Name. Aus dem Ausländerbegegnungsabend früherer Jahre wurde ein „Internationales Fest“ mit dem Untertitel „Begegnung der Kulturen“. Alle ausländischen Mitbürger und Mitbürgerinnen Germerings wurden von der Stadt mit einem persönlichen Schreiben eingeladen. Dank dieser persönlichen Briefe und umfangreicher Presseaktivitäten und Plakataktionen war das Festzelt heuer von deutlich mehr Menschen besucht als in den vergangenen Jahren. Ein Vorbereitungskomitee, bestehend aus Mitarbeitern der Stadt Germering und aus Vertretern verschiedener Vereine, zu deren Aufgaben u.a. auch die Betreuung ausländischer Mitbürger und Mitbürgerinnen gehört, konzipierte diesen Abend. Nachdem dieses Fest wieder im Volksfestzelt stattfand, musste man sich natürlich den damit vorgegebenen Randbedingungen anpassen. Es gelang, fünf Tanz- und Musikgruppen aus verschiedenen Nationen zu gewinnen, die ihre künstlerische Leistung auf der Bühne unter dem Beifall des Publikums präsentierten. Oberbürgermeister Dr. Peter Braun begrüßte in einer kurzen Ansprache alle Gäste und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, für ihren Einsatz. Neben den kulturellen Beiträgen auf der Bühne gab es natürlich auch wieder die kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen. Erstmals vertreten war diesmal ein Stand mit mexikanischen Spezialitäten. Die Angebote der Vereine konnten sich über regen Zuspruch freuen. Für den Deutsch-Französischen Verein Germering verlief dieser Abend ebenfalls gut. Der DFVG-Vorstand bedankt sich an dieser Stelle vor allem bei den Damen und Herren, die mit ihren selbstgemachten Zwiebelkuchen, Quiches, Kuchen, u.v.a.m. unseren Stand bereicherten. Auch unser Getränkeangebot von Rot- und Weißwein wurde von den Besuchern gern angenommen. Ein Dankeschön geht aber auch wieder an den Festwirt des Volksfestzeltes, Jochen Mörz, der durch seine großzügige Unterstützung den Vereinen das Leben leicht gemacht hat. Von den Weingläsern abgesehen, stellte Jochen Mörz Teller, Besteck, heißes Wasser, etc. den Vereinen pfandfrei zur Verfügung, und auch um den Abwasch und die Rückgabe dieses Geschirrs brauchten die Vereine sich keine Gedanken zu machen. Am folgenden Tag beim Einzug der Vereine anlässlich der offiziellen Eröffnung des Volksfests war der DFVG ebenfalls wieder mit einer Delegation vertreten. Fahnenträger war wie im Vorjahr der 12-jährige Cedric Plein, der sich dafür im Festzelt ein Getränk und ein halbes Hendl schmecken ließ. Vielen Dank an die, die sich hierfür Zeit genommen haben. In unserem Bildarchiv gibt es Fotos vom Volksfesteinzug 2007 und vom Interkulturellen Fest 2007. |
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15. Juni 2007, 19:30 Uhr, Roßstall Germering Gemütliches Zusammensein im „Kleinen Rossstall“ (mit Bildmaterial zur Städtepartnerschaft) Mit einem weinenden und einem lachenden Auge müssen wir über diese Table Ronde berichten. Mit einem weinenden Auge, weil fast der Rekord der am schlechtesten besuchten Veranstaltung des Vereins gebrochen worden wäre. Die Anzahl der Anwesenden war an zwei Händen abzuzählen. Es ist nachvollziehbar, dass der unermüdlich für den Verein rackernde erste Vorsitzende in schlaflosen Stunden grübelte, was denn falsch gemacht worden sei. Auf der anderen Seite das lachende Auge: Es gab einen wunderschön gemachten Film aus Domont zu sehen von den Jubiläumsfeierlichkeiten der Städtepartnerschaft. Wir sahen den Festzug zum Gedenkstein am „Rond-Point Germering“ mit den Amtshandlungen der Bürgermeister. Wir durften nochmals den großartigen „Bunten Abend“ mit den Chören und den Operettendarbietungen miterleben, immer wieder begleitet von der Jazzband aus der englischen Partnerstadt Shepshed. Nicht zu vergessen natürlich der Festball in Domont und als Abschluss ein Tortenkunstwerk. Nach dem Film aus Domont bekamen wir noch aktuelle Fotos von der Elsass Fahrt zu sehen. Schade, dass nicht mehr Mitglieder und Freunde anwesend waren. |
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Freitag, 27. April 2007, 20:00 Uhr, Stadthalle Germering Die Landschaft um Verdun Multimediavortrag Michael Mieslinger mit Dias, Tonbeispielen und Planskizzen Einleitend berichtete Michael Mieslinger vor nahezu 40 Besuchern von seinen Eindrücken bei seinem ersten Besuch in Verdun. 1975 führte ihn sein Weg erstmals ins Elsass nach Niederbronn. Dort erweckte ein Hinweisschild nach Verdun sein Interesse und er begab sich auf die 3 ½ Stunden lange Fahrt. Der erste Besuch in Verdun hat seinen Erzählungen nach einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen. Achtmal war Michael Mieslinger in der Folge von1976 bis 2003 dort gewesen und hat sich in den insgesamt vierzig Besichtigungstagen ein Archiv zu diesem Thema zugelegt, das an die tausend Dias, Karten, Pläne, Literatur und auch ein paar Fundstücke umfasst, von denen er einige zum Anschauen und zum Anfassen mitgebracht hatte.
Anhand von Zeitungsausschnitten zeigte er, welche Strategie sich die Deutschen beim Angriff ausgedacht hatten: durch eine massive Materialschlacht sollten die Franzosen ausbluten, um anschließend einen freien Weg nach Paris zu haben. Anhand von Skizzen zeigte er den Kriegsverlauf um Verdun nach. Granaten vom Kaliber 7,5 cm, mit denen auf Menschen geschossen worden ist, kommen heute noch beim Pflügen auf den Feldern zum Vorschein. 20 cm - Blindgänger liegen auch noch herum - in der Nähe der Forts, wo heute Wald ist. Und die Erde beherbergt, so könnte man manchmal meinen, mehr Eisensplitter als Steine. Die Natur versucht seit Jahrzehnten sich das Ihre wieder zurückzuholen, soweit dies überhaupt noch möglich ist. Die Landschaft um Verdun ist schön und lädt zum Wandern ein: Höhenzüge, Täler, Wiesen , Wälder und auch Felder. In den letzten Jahren wurden auch viele neue Wege angelegt, viel wird auch abgeholzt. Der DFVG-Vorsitzende Konrad Höhn dankte Michael Mieslinger für seinen engagierten Vortrag und erinnerte daran, dass wir in West- und Mitteleuropa seit nunmehr über 60 Jahren Frieden haben, woran auch die deutsch-französische Freundschaft – eine Freundschaft der Bürger - einen erheblichen Anteil hat. |
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Freitag, 23. März 2007, 20:00 Uhr, Stadthalle Germering Die Sonne von Versailles – Musik am Hofe Ludwig XIV. Vortrag von Thomas Krehan, Pianist und Musikautor Das Zeitalter Ludwigs XIV. gilt bis heute als Inbegriff barocker Prachtentfaltung und kultureller Hochblüte. Daran hat die Musik bedeutenden Anteil, indem sie zur königlichen Selbstinszenierung und damit als Mittel absolutistischer Machtpolitik eingesetzt wurde. Da die Kultur am Hofe des Sonnenkönigs wesentlich durch das Theater geprägt war, konzentrierte sich der Vortrag auf die verschiedenen Formen des Musiktheaters dieser Epoche. Zentrale Gattung ist zunächst das Ballet de Cour, das insbesondere der Selbstdarstellung des Adels dient. Doch im Ballet des Plaisirs (1655, Musik von Jean-Baptiste Lully) tritt Ludwig, selbst ein begeisterter Tänzer, erstmals als Solist auf und umgibt sich dabei ausschließlich mit Berufstänzern, wodurch die Adeligen von der Bühne in die Rolle von Statisten gedrängt werden. 1661 gründet Ludwig die Académie Royale de Danse, deren Mitglieder zu Tanzmeistern mit akademischen Würden aufsteigen. Als der König 1670 beschließt, nicht mehr als Tänzer aufzutreten, bedeutet dies das abrupte Ende der traditionsreichen Gattung des Hofballetts. Für die Einweihung des Schlosses Vaux-le-Vicomte, das sich Ludwigs Finanzminister Fouquet 1656 bis 1661 errichten lässt, konzipiert Molière mit Les Facheux (Musik von Pierre Beauchamp, dem Direktor der Tanzakademie) den Prototyp einer neuen Gattung, bei der sich Ballett und Komödie auf möglichst enge Weise miteinander verbinden: die comédie-ballet. Das Meisterwerk der Ballettkomödie ist Le Bourgeois gentilhomme, uraufgeführt 1670 auf Schloss Chambord und gleichzeitig Höhepunkt der Zusammenarbeit von Lully und Molière. Als 1669 die Académie d'Opéra gegründet wird, geht das Patent an den Dichter Pierre Perrin, da Ludwigs Lieblingskomponist Lully als gebürtiger Italiener zunächst nicht an die französische Oper glaubt. 1671 erringt die Pastorale Pomone (Musik von Robert Cambert, Text von Perrin) mit 146 Aufführungen einen Sensationserfolg. Nun ist Perrin ein mittelmäßiger Dichter und ein miserabler Geschäftsmann. Hochverschuldet wird er in der Conciergerie inhaftiert, wo ihm Lully für die Überlassung des Opernpatents die Bezahlung aller Verbindlichkeiten anbietet. Mit Cadmus et Hermione (Text von Philippe Quinault) begründet Lully, der sich inzwischen mit Molière überworfen hat, 1673 die französische Nationaloper, die tragédie lyrique. Lullys Opernkonzept mit französischer Ouvertüre, Prolog mit Königslob, rezitativischen Airs und Balletteinlagen bleibt auch im 18. Jahrhundert das beherrschende Modell. Wie kein zweiter repräsentiert Lully mit seinen Werken den Tonfall des Grand Siècle. Thomas Krehahn Mit Hilfe der folgenden Bilder gab Thomas Krehan Erklärungen zu Tanzbewegungen am Hofe Ludwigs XIV. (mit den dazugehörigen Symbolen).
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Jahreshauptversammlung 2007 des DFVG Zur Jahreshauptversammlung 2007 konnte der Vorsitzende des DFVG, Konrad Höhn, 33 der 175 Mitglieder des DFVG begrüßen. Die Versammlung war damit auch beschlussfähig. Da im Rahmen dieser Versammlung auch Neuwahlen anstanden, musste ein Versammlungsleiter gewählt werden. In diese Funktion wurde einstimmig Hans-Dieter Lentrodt gewählt. In seinem von den Mitgliedern mit Zustimmung und Beifall bedachten Rechenschaftsbericht ließ Konrad Höhn noch einmal das vergangene Jahr mit seinen Veranstaltungen, Reisen und sonstigen Aktivitäten Revue passieren. Den von den Revisoren akzeptierten Kassenbericht trug Hannelore Biffar vor. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands für das vergangene Kalenderjahr wählten die anwesenden Vereinsmitglieder den neuen Vorstand. Nicht mehr für den Vorstand kandidiert haben Elke Nagel und Irmi Utz. Beide haben jahrelang aktiv und erfolgreich im Vorstand mitgearbeitet. Vielen Dank dafür. Alle wieder kandidierenden Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimmen und bei eigener Enthaltung in ihren bisherigen Funktionen wieder gewählt. |
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Freitag, 26. Jan. 2007, 20:00 Uhr, Stadthalle Germering Claude Monet Vortrag von Ursula Mosebach, Kunsthistorikerin Frau Ursula Mosebach stellte uns bei ihrem Diavortrag das Leben und Schaffen des Malers Claude Monet (1840 – 1926) vor. Zeitgleich lebten Künstler wie Jean A. D. Ingres (Realist), E. Moreau (Symbolist) und die Maler der Schule von Barbazon sowie der Landschaftsmaler C.Corot.
Monet lebte bei seiner Familie in Le Havre und verdiente sich durch den Verkauf von Karikaturzeichnungen und Bildern von Persönlichkeiten Geld. Sein 1. Förderer war der Maler und gleichzeitig sein Gymnasiallehrer Ochard. Sein Talent entdeckte der Maler Boudin, der im gleichen Rahmengeschäft Bilder ausstellte wie er. Der Rahmenhändler Gravier machte beide bekannt. Boudin sagte ihm: „Sie sind sehr begabt. Machen Sie Studien, lernen Sie zu sehen und zu malen, zeichnen Sie, malen Sie Landschaften“. Dies veranlasste ihn nach Paris zu gehen, um die erforderlichen Studien aufzunehmen. In Malschulen erwarb er das Rüstzeug für seine Malkunst. Sein 1. Ölbild – sein Atelier in Paris – ist im klassischen Stil gemalt, in vielen Brauntönen gehalten. Bei einem Aufenthalt in Le Havre malte er Bilder von Honfleur, die in einem sehr einheitlichen Farbton gehalten sind, aber durch den Einsatz der Komplementärfarben lebendig und eindrucksvoll wirken. Monet liebt das Malen in der Natur und dies wurde durch die Erfindung der Tubenfarbe sehr erleichtert.
Um seinen letzten Auftrag, erteilt vom französischen Staat, ausführen zu können – Wandtafeln vom Seerosenteich – ließ er ein eigenes Atelier errichten, um die großen Gemälde anfertigen zu können. Heute kann man diese Wandtafeln im Musée National de l’Orangerie betrachten. |
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Letzte Änderung: 04.11.11