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Deutsch-französischer Verein Germering e.V.

Zeittafel zu Bayern und Frankreich - 1500 Jahre wechselvoller Beziehungen

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Auf dieser Seite finden Sie die Zeittafel zum o.g. Vortrag von Horst Eberhard.

Zeittafel zu Bayern und Frankreich

ca. 500 n.Chr.

Der Frankenkönig Chlodwig errichtet das Reich der Franken im ehemaligen römischen Gallien. Die Bajuwaren lassen sich in Oberbayern nieder.

592

Der Frankenkönig Childebert setzt den Bayernherzog Garibald ab und ernennt an seiner Stelle Tassilo. Bayern wird vom Frankenreich abhängig.

788

Der Frankenherrscher Karl d. Gr. setzt den Bayernherzog Tassilo III. ab. Bayern wird fortan von vom Frankenkönig ernannten Grafen regiert.

843

Die Enkel Karls d. Gr. teilen im Vertrag von Verdun das fränkische Reich unter sich auf. Bayern fällt mit den übrigen rechtsrheinischen (=ostfränkischen) Gebieten an Ludwig (den Deutschen).

911

Der letzte ostfränkische Karolinger Ludwig (das Kind) stirbt. Die ostfränkischen Großen wählen Herzog Konrad vom ostrheinischen Franken zum König. Er gerät mit dem Bayernherzog Amulf in Streit.

919

Nach dem Tode Konrads wählen die fränkischen und sächsischen Großen den Sachsenherzog Heinrich zum ostfränkischen König.

920

Der Bayernherzog Arnulf erkennt Heinrich als König an. Damit schließt sich Bayern dem entstehenden Deutschen Reich an.

1180

Heinrich der Löwe wird von Kaiser Friedrich 1. Barbarossa abgesetzt. Er belehnt Otto von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern.

1385

Elisabeth von Bayern heiratet König Karl VI. von Frankreich. Ihr Bruder, Herzog Ludwig der Bärtige, weilt längere Zeit am französischen Hof und wird Mitglied des französischen Staatsrats. Er heiratet 1402 die französische Prinzessin Anne de Bourbon.

1618-48

Der 30-jährige Krieg verwüstet das Deutsche Reich.

1631

Vertrag von Fontainebleau zwischen Frankreich und Bayern: gegenseitiger Beistand bei einem Angriff durch Dritte.

1632

Die Schweden verheeren Bayern, König Gustav Adolf nimmt München ein. Frankreich lehnt eine Unterstützung Bayerns gegen die Schweden ab.

1635

Nach mehreren Niederlagen der Schweden entsendet Frankreich Truppen zur Unterstützung der schwedischen Armee nach Deutschland.

1646

Eine französisch-schwedische Armee verheert Bayern.

1647

Der bayrische Kurfürst Maximilian L schließt einen Waffenstillstand mit Frankreich und Schweden ab, Bayern scheidet damit aus dem Krieg aus.

1648

Westfälischer Frieden. Die deutschen Staaten werden souverän, das Deutsche Reich praktisch ein Staatenbund.

1680

Die bayrische Prinzessin Marianne Christine heiratet den französischen Thronfolger.

1701

Bündnis des bayrischen Kurfürsten Max Emmanuel mit Ludwig XIV. von Frankreich im spanischen Erbfolgekrieg.

1704

Niederlage der französisch-bayrischen Armee gegen die verbündeten Engländer und Österreicher bei Höchstädt. Max Emmanuel flieht nach Brüssel. Bayern kapituliert. Österreichische Truppen besetzen Bayern.

1714

Frieden von Rastatt zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. Max Emmanuel erhält Bayern zurück. Er schließt einen Freundschaftsvertrag mit Frankreich.

1741

Nach dem Tod des deutschen Kaisers, des Habsburgers Karl VI., unterstützt Frankreich die bayrischen Ansprüche auf österreichische Gebiete und die deutsche Kaiserwürde. Eine bayrisch-französische Armee erobert Prag (Österreichischer Erbfolgekrieg). Der bayrische Kurfürst Karl Albrecht lässt sich zum böhmischen König krönen.

1742

Der bayrische Kurfürst Karl Albrecht wird zum Deutschen Kaiser Karl VII. gewählt.

1745

Tod Karls VII. Sein Sohn, Kurfürst Maximilian III. Joseph, verzichtet auf alle Erbansprüche und den Anspruch auf den deutschen Kaiserthron.

1777

Bayern fällt an den Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz.

1789

Französische Revolution.

1792

Frankreich erklärt Österreich den Krieg. Die deutschen Fürsten unterstützen Österreich.

1800

Sieg einer französischen Armee über eine österreichisch-bayrische bei Hohenlinden.

1801

Frieden von Luneville. Österreich und das Deutsche Reich müssen die Abtretung der linksrheinischen deutschen Gebiete an Frankreich anerkennen.

1803

Reichsdeputationshauptschluss: Die deutschen Fürsten sollen für ihre linksrheinischen Gebietsverluste durch geistliche Gebiete und Reichsstädte entschädigt werden.

1805

Bündnisvertrag von Bogenhausen zwischen Frankreich und Bayern. Napoleons Sieg über die verbündeten Österreicher und Russen bei Austerlitz. Bayern erhält Tirol.

1806

Bayern Königreich; es tritt dem Rheinbund bei. Das Deutsche Reich löst sich auf.

1809

Franzosen und Bayern kämpfen gegen Österreich. Aufstand der Tiroler (Andreas Hofer).

1812

Napoleons Feldzug gegen Russland. 33000 Bayern nehmen daran teil, 30000 sterben.

1813

Vertrag von Ried: Bayern tritt auf die Seite der Verbündeten Rußland, Preußen, Österreich gegen Frankreich. Völkerschlacht bei Leipzig, Sieg der Verbündeten.

1814

Die Verbündeten marschieren in Frankreich ein. Napoleon dankt ab. Pariser Frieden mit Frankreich. Wiener Kongress. Bayern muss Gebiete an Österreich zurückgeben. Es wird Teil des Deutschen Bundes.

1866

Bayern unterstützt Österreich im Konflikt mit Preußen. Nach der Niederlage bei Königgrätz schließt es Frieden mit Preußen und geht ein Militärbündnis mit ihm ein.

1870/71

Deutsch-französischer Krieg. Preußische und süddeutsche Truppen, darunter bayrische, marschieren in Frankreich ein.

1871

Proklamation König Wilhelms von Preußen zum Deutschen Kaiser. Bayern wird Teil des zweiten Deutschen Reiches, wenn es auch nominell ein souveräner Staat bleibt.

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Letzte Änderung: 04.11.11